Wir besitzen einen Boiler, der im Winter von unserer Pelletsheizung und im Sommer elektrisch geheizt wird. Die elektrische Heizung wird durch den untenstehend abgebildeten Boilersteuerschütz der ABB gesteuert. Dieser Baustein reagiert auf die durch die Energie Wasser Bern (EWB) generierten Signale im Stromnetz und lädt den Boiler in der Nacht. Man kann mit dem schwarzen Taster situativ auch am Tag den Boiler laden.

ABB Boilersteuerschütz CMC CMC-MOH+RVD1-60+ ISR 15
Diese Steuerung ist weit verbreitet und beruht auf der Annahme, dass aufgrund der Kernenergie in der Nacht zu viel unregelbarer Bandstrom vorhanden ist. Dank dem Zubau von Solarenergie hat sich die Situation aber geändert. Wir haben in Europa und auch in der Schweiz im Sommer am Tag so viel überschüssigen Strom aus PV-Anlagen, dass dieser Strom sogar mit negativen Preisen verkauft wird (dh. der Abnehmer erhält Geld)
Ich zahle Ihnen, liebe EWB, zurzeit einen Einheitstarif von ca. 12-13 Rp./kWh und beziehe für meinen Boiler von Ihnen den Strom im Sommer in der Nacht. Genau dann, wenn Sie dafür am meisten zahlen.
Wie wäre es mit einem Deal, der zu 100% zu Ihren Gunsten liegt?
Ich bezahle Ihnen weiterhin die gewünschten 12-13 Rp./kWh und Sie ersetzen meine Boilersteuerung durch eine, bei der Sie entscheiden können, wann mein Boiler lädt. Sie könnten mit dieser Lösung sehr viel mehr Geld erwirtschaften, in dem Sie z.B. im Sommer am Mittag, wenn Sie nichts für den Strom bezahlen müssen, meinen Boiler laden würden, Die einzige Bedingung wäre, dass der Boiler mindestens einmal pro Tag auf ca. 65 Grad geheizt wird. Dasselbe könnten Sie bei zig 1000en dieser weit verbreiteten Boilersteuerungen tun.
Sie mögen jetzt entgegnen, dass mein Vorschlag für mich als Stromkunde keinen Gewinn erlaubt und daher nicht ernst gemeint sein muss. Sehen Sie, es ist mir wichtig, dass wir auch den Verbrauch möglichst rasch und effektiv an die Produktion von erneuerbaren Energien anpassen. Schlussendlich wird der Deal dann schon auch für mich Vorteile haben, nämlich als Beitrag zu einer stabilen und zukunftsfähigen Stromversorgung.
Idealerweise würde ich als Stromkunde selbst den Strom auf dem Markt einkaufen können und somit preisgesteuert den Boiler laden. Davon sind wir leider in der Schweiz aufgrund von regulatorischen Hürden noch weit entfernt. Mein Kollege aus England verdient übrigens mit seiner Solaranlage und mit der Batterie seines Elektroautos mittlerweile als privater Stromhändler mehr Geld, als er für den Strom ausgibt. Hat irgendjemand gesagt, in England regne es häufig oder die Schweizer seien so fortschrittlich?
Ich freue mich auf Ihre Antwort auf meinen Deal oder auf einen ernstgemeinten Gegenvorschlag.